Umrüstung kommunaler Kläranlagen zur Reduzierung des Energie-verbrauchs und der Energiebezugskosten


Steigende Energiekosten sollten kommunalen Kläranlagenbetreiber Anstoß geben, mittels Ausnutzung der vorhandenen regenerativen Energieressource „Klärschlamm“ die Energie.- und Betriebskosten zu senken.

Eine Umstellung einer aeroben Stabilisierungsanlage auf einen anaeroben Faulungsbetrieb rechnet sich häufig bereits ab einer Anlagengröße von 10.000 E.

Neben der Einsparung der Belüftungskapazität und dem damit verbundenen CO2 Ausstoß besteht durch die Nutzung des im Faulprozess erzeugten Faulgases in einer KWK-Anlage die Möglichkeit, den Wärmebedarf der Kläranlage fast vollständig (- 99 %) und den Strombedarf in der Regel bis zu 60 % zu decken, sodass sich der Fremdenergiebezug für Strom bei Anlagen mit anaerober Schlammstabilisierung aufgrund des Energiegewinnes etwa halbiert.

Neben der Energiereduzierung stellt sich außerdem bei der anaeroben Stabilisierung (Faulung) eine Schlammreduzierung von rund 30 % ein, wodurch eine deutliche Reduzierung der Entsorgungskosten erfolgt.

Hinzu kommt, dass die Entwässerbarkeit des Schlammes sich in der Regel verbessert. Selbst unter Einbeziehung steigender Betriebskosten im Bereich Wartung, Instandhaltung sowie Personal führt eine Verfahrensumstellung bei Kläranlagen ≥ 10.000 € nach Bilanzierung der Mehr- und Minderkosten immer noch zu einer spezifischen Betriebskosteneinsparung.

Die Kläranlage Everswinkel (12.000 EW) wurde in den Jahren 2009 - 2012 modernisiert und für den Betrieb der mesophilen Schlammfaulung umgebaut.

Eine an die Anlagenbelastung optimierte Planung und Auslegung der einzelnen Verfahrensstufen garantiert eine kostensparende Umrüstung mit optimaler Nutzung der Energieressource „Klärschlamm“.

Aktuelle Förderprogramme des Landes NRW unterstützen die Vorhaben durch Zuschüsse (RESA, KWK-Gesetz).

Wir unterstützen Sie bei der Beratung, Antragsstellung, Planung, Ausschreibung und Bauleitung zur Umrüstung Ihrer Anlage.