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  Objekt: Naturnahe Umlegung zweier Gewässer im Bereich einer Kläranlage, gleichzeitig Umplanung des vorhandenen Schönungsteichs zum Regenrückhaltebecken
  Baujahr: 2012 / 2013
  Baukosten: 690.000 €

Die beiden Gewässer, Graben A und Hemkerbach, verliefen ursprünglich im Bereich einer Kläranlage unmittelbar entlang des Schönungsteichs durch Betonschalen. In diesem Bereich mündet der Graben A in den Hemkerbach. Die Betonschalen sind mittlerweile stark beschädigt, so dass beide Gewässer direkt in den Schönungsteich fließen. Dieser entwässert schließlich über ein Drosselbauwerk in den weiteren Verlauf des Hemkerbachs.
Eine immissionsbezogene Betrachtung gemäß BWK M3 für den Graben A ergab eine deutliche hydraulische Überlastung. Das Gewässer nimmt die Wassermengen aus drei Regenüberläufen, einem Regenrückhaltebecken und den Abschlag aus einem Stauraumkanal auf. Um die Belastung des Graben A zu reduzieren, wurden verschieden Retentionsmaßnahmen geplant. Unter anderem soll der bisherige Schönungsteich als Regenrückhaltebecken umgenutzt werden. Bislang nahm der Schönungsteich das gereinigte Wasser der Kläranlage auf. Mittlerweile wurde eine neue Ablaufleitung DN 400 errichtet, die das gereinigte Wasser aus dem Nachklärbecken direkt in den Hemkerbach ableitet. Der Schönungsteich ist für den Kläranlagenbetrieb demnach nicht mehr notwendig und kann zukünftig als Rückhalteraum dienen. Das hierfür erforderliche Volumen ist kleiner als das vorhandene, so dass das Becken verkleinert werden kann. Dadurch ergibt sich nördlich der Rückhaltung ausreichend Platz von etwa 3.100 m² für die naturnahe Umgestaltung des Hemkerbachs. Dieser soll zukünftig auf einer Länge von etwa 140 m einen neuen, naturnahen Gewässerabschnitt erhalten. Der Graben A wird auf einem westlich angrenzenden Grundstück auf einer Länge von etwa 180 m verlegt und ebenfalls naturnah gestaltet. Der Abschlag aus dem Staukanal wird zukünftig nicht mehr in den Graben A, sondern direkt in das Regenrückhaltebecken eingeleitet. Dazu wird innerhalb der bisherigen Trasse des Graben A eine Leitung DN 900 verlegt. Beide Gewässer werden somit hydraulisch entlastet und ökologisch aufgewertet.