Objekt:
Niederschlag-Abfluss-Betrachtung in einem Torfabbaugebiet
    Dimensionierung von Retentionsräumen
    Dimensionierung von drei Drosselbauwerken als Hydroslide, statische Rohrdrossel und elektrisch angetriebenen Schieber
  Planung: 2008 / 2009


Die Gesamtfläche des Abbaugebietes (etwa 3.200 ha) ist in mehrere Einzugsgebiete aufgeteilt. Das Entwässerungssystem innerhalb der Einzugsgebiete besteht aus etwa 50 miteinander verzweigten Gräben, die über fünf Hauptgräben das anfallende Wasser aus dem Gebiet ableiten. Bei zwei dieser Systeme kam es in der Vergangenheit bei stärkeren Regenereignissen bei den Unterliegern zu Problemen, da deren Gewässer die ankommenden Wassermengen nicht aufnehmen konnten. Daher wurden durch die zuständigen Behörden Grenzwerte für den maximalen Abfluss aus den Gebieten festgelegt.
Um diese Grenzwerte einhalten zu können, wurde für den ersten Hauptgraben eine Aufweitung der vorhandenen Sohle auf einer Länge von 565 m geplant, bei der ein bereits vorhandener Sandfang integriert wird. Um den Abfluss aus dem Gesamtsystem konstant halten zu können, wird eine schwimmergesteuerte Drossel mit einer Nennweite von DN 700 eingesetzt.
Auch für den zweiten Hauptgraben hat sich die Notwendigkeit einer Rückhaltung ergeben. Dazu soll ein Polder mit einem Retentionsvolumen von 35.000 m³ geschaffen werden. Aufgrund der vorhandenen Höhenlagen befindet sich dieser mittig im Abbaugebiet, so dass lediglich die Wassermengen aus den oberhalb  liegenden Gräben gesammelt und zurückgehalten werden können. Als Drossel dient an dieser Stelle ein bereits vorhandener Durchlass DN 1000. Unterhalb des Gesamtabbaugebietes befindet sich eine zweite Drosseleinrichtung, bestehend aus einem elektrisch angetriebenen Schieber, der an einem bereits vorhandenen Rohrdurchlass DN 1200 angebracht wird. Mit Hilfe dieser Rückhalte- und Drosseleinrichtungen können zukünftig die vorgegebenen Grenzwerte eingehalten werden.